Mettingen

Die 12.200 Einwohner große Tüöttengemeinde Mettingen ist um den historischen Schultenhof entstanden, einen Oberhof des Tecklenburger Grafen, der sich bis in das Jahr 1088 urkundlich zurückverfolgen lässt. Ein historischer Blickfang ist die evangelische Kirche, deren romanischer Westturm bis zum 12./13. Jahrhundert als Flucht- und Wehrturm genutzt wurde.

Der Schultenhof ist eine der Keimzellen Mettingens. Das Gelände dieser bedeutenden Hofanlage ist wohl der älteste besiedelte Teil des Ortes. Die Ursprünge sollen bis in das Jahr 695 zurückreichen. Der Name Schultenhof weist darauf hin, dass hier über Generationen der Dorfvorsteher, der Schulte, gewohnt hat. Bis 1880 lebte die Tüöttenfamilie Voss auf dem Schultenhof. Das Hauptgebäude ist ein Zweiständerhaus mit Fleet. Bei den Nebengebäuden handelt es sich um eine Remise mit Schweinestall, ein Doppelheuerhaus, einen Bruchsteinspeicher und eine Kalksteinscheune. Dieses Ensemble stellt eine besondere Dokumentation der regionalen Baugeschichte dar. Die Renovierung des Schultenhofes wurde von 1996 bis 1998 unter Projektträgerschaft der niederländischen Stiftung „Ribo“ durchgeführt.

Heute ist der Schultenhof mit seinen Einrichtungen wie Schulmuseum, Postmuseum, Kunstspeicher mit wechselnden Ausstellungen, Sektmanufaktur und Bauerngarten mit Bienenhaus ein attraktiver Mittelpunkt Mettingens.

Sehenswürdigkeiten in Mettingen

Das Tüöttenmuseum in Mettingen

Das Tüottenmuseum in Mettingen lädt ein zu einer Zeitreise in das Leben der Wanderhändler und Packenträger. Mit der Einrichtung wurde im Jahre 1962 begonnen. Gemälde, Zeichnungen und Hinterglasbilder in den historischen Räumen des Hauses Telsemeyer veranschaulichen die wechselvolle Geschichte der Tüötten. Im großen Saal beispielsweise zeigen Wandgemälde die großen Handelsstraßen von Mettingen bis Lübeck und Amsterdam. Im Innenhof des Hauses befinden sich außerdem drei liebevoll restaurierte Fachwerkhäuser, die einen Einblick in die Wohnkultur der Mettinger Vorfahren gewähren.

Aber auch im Ort selbst ist die Geschichte der Tüötten bis heute deutlich sichtbar und spürbar, denn sie haben viele Spuren hinterlassen. So förderten die Tüötten etwa den Bau der im neugotischen Stil errichteten St. Agatha Kirche mit ihrem 70 m hohen Turm und andere repräsentative Bauwerke, wie etwa das St. Elisabeth Krankenhaus. Die 1880 erbaute Tüötten-Villa Voss gilt heute für viele Mettinger als das Tüöttenhaus schlechthin. Die säulengesäumten Balkone und die repräsentative Treppenfront erinnern an Großstadtpaläste der Jahrhundertwende und auch die Innenausstattung beeindruckt noch heute durch Luxus und Eleganz.

Information

Tourist Information Mettingen
Clemensstr. 2
D–49497 Mettingen
Tel. + 49 (0) 54 52/52 13

www.mettingen.de 
touristinfo(at)mettingen.de