Von Rheine bis Oldenzaal Die Etappe von Rheine bis nach Oldenzaal leitet über die südliche Route der wandernden Kaufleute – der „Tödden” – in die Niederlande. Hierbei wartet die Strecke bereits in Rheine mit reizvollen Sehenswürdigkeiten auf: Die historische Altstadt und der Falkenhof sind nur zwei der vielen lohnenswerten Ziele.
Auf dem Weg nach Bad Bentheim passieren die Wanderer die Städte Salzbergen und Suddendorf. Nach einem Besuch der historischen Altstadt Bad Bentheims und der wehrhaften Burganlage, lockt das Kurbad Bentheim. Es ist idyllisch gelegen inmitten des Bentheimer Waldes, dem größten zusammenhängenden Mischwaldgebiet Nordwestdeutschlands: Ermattete Wandervögel werden hier mit Schwefelmineralwasser, Naturmoor und Thermalsole erfrischt.
In der gesamten Grafschaft Bentheim begegnen die Wanderer auf Schritt und Tritt dem Bentheimer Sandstein, auch „Bentheimer Gold” genannt: Ob im malerischen Städtchen Bad Bentheim, auf der imposanten Burg Bentheim oder in den Mühlen am Gildehauser Mühlenberg – der uralte Naturstein hat die Architektur der Region geprägt. Nicht nur die Mühlen von Gildehaus, auch das Städtchen selbst ist ein Highlight dieses Streckenabschnittes. Es wird auch als „Perle der Grafschaft” bezeichnet und beheimatet das Otto-Pankok-Museum.
Unweit des Bentheimer Forstes kreuzt der Handelsweg die deutsch-niederländische Grenze in Richtung Oldenzaal. Auf diesem Streckenabschnitt überquert er den grenzüberschreitenden Fluss Dinkel. Die Dinkel ist einer der wenigen Flüsse, der sich noch in seiner ursprünglichen Form durch die Landschaft schlängelt. Ein früher trügerisches Idyll, denn die Spuren einstiger Überschwemmungen sind noch deutlich erkennbar.
Am Endpunkt dieses Streckenabschnittes, in der einstigen Hansestadt Oldenzaal, lockt die Wanderer Historisches, Nostalgisches und Kulinarisches – eine gute Gelegenheit für eine erholsame Pause.
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