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Von Oldenzaal bis Deventer
In Oldenzaal beginnt der letzte Abschnitt des Handelsweges. Die einstige Hansestadt war bereits um das Jahr 1000 herum eine wohlhabende Handelsmetropole mit einem entsprechenden Festungssystem: Die Bewohner wurden von Grachten, Wällen, dicken Stadtmauern und Toren geschützt. Auch heutige Wanderer können den einstigen Reichtum noch gut erkennen: Der Anblick der Plechelmusbasilika oder der vielen Giebel aus dem 17. Jh. erinnert an die ruhmreiche Vergangenheit der Stadt. Von Oldenzaal aus führt der Handelsweg am Flughafen Twente vorbei quer durch die Twenter Kulissenlandschaft mit ihren malerischen alten Bauernhöfen im sächsischen Stil.

Über Borne und Delden, einstige Zentren der Textilindustrie beziehungsweise Salzgewinnung, gelangen die Wanderer nach Rijssen. Im Hafen von Rijssen sind noch die so genannten „Zompen” zu begutachten, die nostalgischen Flachbodenschiffe, von denen früher Hunderte auf den Flüssen im Osten der Niederlande unterwegs waren. Von Rijssen aus geht es über den Holterberg weiter in Richtung Deventer. Der Holterberg ist der südlichste Teil des Nationalparks Salländischer Höhenrücken und ein wichtiges Vogelschutzgebiet. Kurz vor Erreichen des grünen Stadtrandes von Deventer überquert der Handelsweg den Overijssels Kanaal, eine der ehemals wichtigsten Wasserstraßen der Region.

Deventer ist nicht irgendeine ehemalige Hansestadt, sie durfte sich als „Kaiserliche Freie Hansestadt” bezeichnen. Ein herausragender Status, dessen Spuren sich noch heute in den Stadtteilen „Het Berkwartier” und „Het Noorderbergkwartier” finden: Unzählige Museen, historische Gebäude und gemütliche Cafés locken ebenso Besucher in die Stadt wie die 25 „Ruhepunkte” in Stadtnähe. In Deventer endet der Handelsweg.

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