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Domschatzkammer und Diözesanmuseum Osnabrück

Kostbare liturgische Geräte und Reliquiare aus Gold, Silber, Elfenbein und Bergkristall bewahrt die Osnabrücker Domschatzkammer seit über einem Jahrtausend. Viele kostbare Stücke wie Reliquienschreine, Kelche oder Vortragekreuze werden jedoch nicht nur im musealen Zusammenhang gezeigt, sondern bis heute im Gottesdienst der Kathedrale verwendet. Das ehrwürdigste Werk ist das Kapitelkreuz aus dem frühen 11. Jahrhundert, das reich mit Edelsteinen, Perlen und Gemmen verziert ist.

Betreten wird das im April 2008 neu eröffnete Museum durch das zeitgleich geschaffene „Forum am Dom“. Dahinter erstreckt sich die Ausstellungsfläche über 500 Quadratmeter, von der ein Teil für wechselnde Präsentationen zur Verfügung steht. Höhepunkt in architektonischer wie repräsentativer Hinsicht ist das Haus im Haus: die Domschatzkammer für die prunk- und prachtvollsten Stücke.

Das Diözesanmuseum wurde unter Bischof Wilhelm Berning 1918 eingerichtet. Es beherbergt archäologische Funde, Bilder, kirchliche Geräte, Paramente und Möbel, die nach Schwerpunktthemen chronologisch geordnet sind. So geht es etwa um die reiche Osnabrücker Erinnerung an Karl den Großen als Bistumsgründer, die Blüte der Kunst in Osnabrück um 1500, den einzigartigen Wechsel zwischen einem katholischen geweihten Bischof und einem evangelischen Welfenprinzen in der Landesherrschaft zwischen 1648 und 1802 oder den Dom und die Diözese im 19. und 20. Jahrhundert.

Besonders bedeutende Werke sind die Skulpturen des frühen 14. bis frühen 16. Jahrhunderts, darunter zahlreiche Arbeiten des „Meisters von Osnabrück" als der besten Bildhauerwerkstatt der Region im Spätmittelalter. Unter den Textilien ist das Hauptwerk das Priestergewand Bischofs Benno II. von Osnabrück aus byzantinischer Seide (11. Jahrhundert).

Mehr Informationen erhalten Sie hier:

www.bistum-osnabrueck.de