ReckeDurchzogen vom Mittellandkanal liegt Recke in der münsterländischen Parklandschaft an den Ausläufern des Teutoburger Waldes. Erstmals geschichtlich erwähnt wurde Recke durch die Urkunde des Bischofs Arnold von Osnabrück im Jahre 1189. Die Besiedlung der 12.000 Einwohner großen Bergbau- und Töddengemeinde Recke erfolgte vor rund 1.150 Jahren von St. Denis, Paris, aus. Das war der Beginn des St.-Dionysius-Patronats in Recke. Die St. Dionysius Kirche hat einen Barockaltar aus dem 18. Jahrhundert. Eine der bedeutendsten Sakralbauten des Tecklenburger Landes ist die evangelische Kirche. Im Kern romanisch, wurde sie später eingewölbt und im Inneren mit gotischen Fresken versehen. Besonders bemerkenswert ist der romanische Taufstein vom „jüngeren Bentheimer Typ” aus der Mitte des 13. Jahrhunderts.
Ob Freizeitspaß, Sport oder Erholung: All dies ist in Recke möglich. Zur aktiven Freizeitgestaltung laden zahlreiche Wander- und Radwanderrundwege ein. So führt auch der Töddenland-Rundwanderweg durch Recke. Der 135 Kilometer lange Wanderweg ist eine Ergänzung des Handelsweges und verbindet die Orte Recke, Mettingen, Ibbenbüren, Hopsten im Tecklenburger Land sowie Freren, Beesten und Schapen im südlichen Emsland.
Viele Töddenfamilien waren in Recke beheimatet, und bis heute erinnern Wohn- und Geschäftshäuser an die abenteuerliche Zeit der Wanderhändler. Am Recker Marktplatz steht ein prächtiges Töddenhaus: das Bahlmannsche Haus. Bereits 1756 betrieb die Familie Bahlmann hier ein Ladengeschäft. Ebenfalls ein typisches Töddengebäude ist das Haus Weller an der Hauptstraße 24. Das 1872 errichtete Haus verfügt über ein Mezzaningeschoss. Es handelt sich um ein Zwischengeschoss, das sich in seiner Höhe von den übrigen Etagen unterscheidet. Das Haus hat verzierte Tür- und Fensterumrandungen aus Sandstein. Die Gebrüder Weller führten Geschäfte in Heerenveen und Zwolle.
Noch heute besitzen die Weller-Nachfahren Textilhäuser in den Niederlanden. Aus der Bauernschaft Espel kommt der bekannte Tödden-Nachfahre Louis Stüve. Er hat sich um die Geheimsprache der Tödden verdient gemacht. Im Jahr 1923 veröffentlichte er nach gründlicher Forschung ein Wörterbuch dieser auch als Bargunsch oder Humpisch genannten Handelssprache. Als letzter unter vielen anderen Recker Tödden sei Benediktus Huster aufgeführt. Er stiftete Recke das Krankenhaus und das heutige Altenheim St. Benedikt. Darüber hinaus ließ er seinerzeit zwei Armenhäuser errichten.
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Gemeinde Recke Hauptraße 28 D–49509 Recke Tel. +49 (0) 54 53/9 10 - 40 www.recke.de info@recke.de |