Frische Fußspuren auf alten Pfaden: Leinen, Schwefelstöcke, Moschus-Kissen, Postpapier und Schnupftabak - Gebräuchliches und Exotisches gelangte auf dem Rücken fußreisender Kaufleute von Osnabrück nach Deventer und zurück.
Mit weniger Gepäck, dafür festen Wanderschuhen an den Füßen, nehmen moderne "Landstreicher" die Verfolgung auf, sind auf dem neuen alten „Handelsweg“ den Tödden und Marskramern auf der Spur.
Der Handelsweg von Osnabrück nach Deventer folgt den Spuren dieser Weltenbummler und Glücksjäger früherer Zeiten - eine Einladung zu einem 229 Kilometer langen Wandererlebnis der besonderen Art. Auf einer Zeitreise durch landschaftlich reizvolle Regionen wie den Teutoburger Wald, die Niederungen der Dinkel und die Parklandschaft Twentes kann der Wanderer die Pfade der Tödden heute noch nachvollziehen. Während sie im wahrsten Sinne des Wortes ihrer Arbeit "nachgingen", erholen sich die Aktivurlauber des 21. Jahrhunderts auf denselben Strecken von Arbeitsstress und Hektik. Die Zeiten ändern sich…
Die Handelsrouten der Tödden folgten häufig den gut ausgebauten Postkutschenstrecken, Wegen also, an denen sie auf andere Reisende und Gasthäuser trafen. So kann ein ehemaliger Töddenpfad heute eine ausgebaute Strasse sein. Daher haben wir den Handelsweg zur Wandersaison 2010 für Sie an die Gegebenheiten des 21. Jahrhunderts angepasst: Freuen Sie sich auf einen teilweise geänderten Streckenverlauf, auf dem Sie idyllische Landschaften und historische Ortskerne mit gemütlichen Einkehrmöglichkeiten erleben werden. In vielen Fällen ist eine der alten Routen aber auch in Vergessenheit geraten und das geblieben, was sie einst war: ein Weg zum Wandern in das verlockende Land jenseits der Grenze…