Osnabrück

Osnabrück ist mit ca. 162.000 Einwohnern die drittgrößte Stadt Niedersachsens und das kulturelle Zentrum des Osnabrücker Landes. Gemeinsam mit Münster war Osnabrück fünf Jahre lang Verhandlungsort des Westfälischen Friedens, der hier 1648 von der Rathaustreppe verkündet wurde. Er gilt als Schlüsselereignis in der Entwicklung zum modernen Europa.

Die „gute Stube“ ist der Marktplatz: Vor den rotgelben Giebelhäusern stellen die Cafés und Restaurants ihre Korbstühle nach draussen. Im Sommer findet das Kulturleben meistens unter freiem Himmel statt. Im Winter versetzt der historische Weihnachtsmarkt die ganze Innenstadt in festliche Stimmung.

Sehenswürdigkeiten in Osnabrück

Der Westfälische Friede

Die Niederlande wurden unabhängig, entwickelten sich schnell zur neuen Wirtschaftsmacht und zogen viele Menschen der benachbarten ärmeren Regionen an. Der Westfälische Friede war somit auch Geburtsstunde des Töddentums und der Hollandgängerei. Mit dem Steckenpferdreiten erinnern die Viertklässler der Osnabrücker Schulen jedes Jahr im Oktober an den Friedensschluss.

Die Friedensroute auf den Wegen der damaligen Postreiter verbindet heute als Rad- und Wanderweg die beiden Rathäuser in Osnabrück und Münster. In Osnabrück macht das Nebeneinander von modernen Gebäuden wie dem Felix-Nussbaum-Haus und schmucken Altstadtgässchen, in denen sich Kunsthandwerk und Galerien aneinander reihen, das bunte Flair der Stadt aus.

Rathaus des Westfälischen Friedens und Bürgerbrunnen

Der Bau des spätgotischen Rathauses dauerte über 25 Jahre. 1521 wurde es fertig und 1648 berühmt als einer der beiden Verhandlungsorte des Westfälischen Friedens. Heute nehmen die Gäste im Friedenssaal auf dem historischen Gestühl und unter den 42 Portraits der damaligen europäischen Gesandten und Herrscher jener Zeit Platz. Hier beginnt jede Stadtführung. Die kostbarsten Stücke der Schatzkammer sind der Kaiserpokal und die älteste Schützenkette, beide aus dem 13. Jahrhundert, außerdem eine Nachbildung des Westfälischen Friedensvertrages, der als "Osnabrücker Friedensinstrument" bezeichnet wird.

Ein sehr schönes Stadtmodell im ersten Stock zeigt Osnabrück im Jahre 1633 und ein Stockwerk höher vermittelt die Dauerausstellung "Zerstörung und Aufbau" einen kleinen Blick auf die Zeit nach dem Zweiten Weltkrieg. Wenige Schritte neben dem Rathaus liegt der Platz des Westfälischen Friedens, beliebter Treffpunkt für Mittagspausen. In seiner Mitte bildet der sehenswerte “Bürgerbrunnen“ ausdrucksstark die wichtigsten Ereignisse der Stadtgeschichte Osnabrücks ab. Das Kunstwerk wurde 1986 vom Osnabrücker Künstler Hans-Gerd Ruwe geschaffen.

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Felix-Nussbaum-Haus

Das 1998 eröffnete Felix-Nussbaum-Haus besitzt die weltweit größte Sammlung des in Osnabrück geborenen Malers Felix Nussbaum, der 1944 in Auschwitz ermordet wurde. Sein Werk ermöglicht einen sehr persönlichen Einblick in die Situation der ins Exil getriebenen deutschen Juden und belegt seinen Rang als bedeutender Künstler der Moderne.

Das architektonische Konzept des Felix-Nussbaum-Hauses nutzt eine einmalige Chance. Es schafft einen räumlichen Kontext, in dem die tragische Verknüpfung von Leben und Werk des in Osnabrück geborenen Künstlers zum alles bestimmenden Eindruck wird. Entworfen hat  - das auch "Museum ohne Ausgang" genannte Gebäude - der international renommierte amerikanische Architekt Daniel Libeskind.

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Erich Maria Remarque-Friedenszentrum

Das Erich Maria Remarque-Friedenszentrum dokumentiert in einer Ausstellung umfassend Leben und Werke des in Osnabrück geborenen Schriftstellers Erich Maria Remarque („Im Westen nichts Neues“). Es beschäftigt sich auch mit der Verbreitung und Wirkung seiner Arbeiten, den auflagenstärksten eines deutschsprachigen Autors.

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Domschatzkammer und Diözesanmuseum

Kostbare liturgische Geräte und Reliquiare aus Gold, Silber, Elfenbein und Bergkristall bewahrt die Osnabrücker Domschatzkammer seit über einem Jahrtausend. Viele kostbare Stücke wie Reliquienschreine, Kelche oder Vortragekreuze werden jedoch nicht nur im musealen Zusammenhang gezeigt, sondern bis heute im Gottesdienst der Kathedrale verwendet. Das ehrwürdigste Werk ist das Kapitelkreuz aus dem frühen 11. Jahrhundert, das reich mit Edelsteinen, Perlen und Gemmen verziert ist.

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Information

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